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häufige Fragen

Die Anwendung

Wie lange wirkt das Training mit Neurofeedback? Muss es von Zeit zu Zeit wiederholt werden?
Während der NFB-Sitzung wird das Gehirn auf das gewünschte Verhalten trainiert (konditioniert). Mit dem Training baut unser Zentralnervenssystem die nötigen Strukturen auf, die es ermöglichen, das erfolgreiche Verhalten dauerhaft zu produzieren. Dabei werden neue Synapsen (Nervenverbindungen) und Kapillaren (kleinste Blutgefässe) geschaffen. In der Regel braucht es daher keine Wiederholung der NFB-Therapie. Bei Kindern im Wachstum, im Besonderen in der Pubertät, wenn sich das Gehirn neu organisiert, kann es aber durchaus vorkommen, dass NFB benötigt wird. Allerdings reichen dann meist ein paar Stunden, weil unsere Denkzentrale ja bereits Erfahrung hat, mit dem NFB-Training.
Kann Neurofeedback auch schaden?
Wie andere Therapieformen kann Neurofeedback bei falscher Anwendung auch schädlich sein. Es ist deshalb wichtig, sich von einer gut ausgebildeten NFB-Therapeutin behandeln zu lassen. Dann sind die Risiken minim und Nebenwirkungen selten.
Ist es wahr, dass bei Neurofeedback Stromstösse verabreicht werden? 

Um Himmels Willen nein! Es ist zwar richtig, dass das NFB mit elektrischen Strömen arbeitet. Diese fliessen aber nicht zum, sondern nur vom Hirn weg. Es handelt sich um nichts anderes, als elektrische Ströme, die unser Organismus selbst produziert. Diese sind zudem extrem klein. Deshalb werden sie nach dem Erfassen erst verstärkt und am PC verarbeitet. Die angeschlossene Person erhält die Rückmeldungen lediglich in Form von Tönen und Bildern. Strom fliesst somit nur in einer Richtung. Weg vom Hirn

Ist es richtig, dass Neurofeedback kaum Nebenwirkungen hervorruft?
Das ist richig. Mit Neurofeedback sind kaum Nebenwirkungen zu erwarten. Dies liegt daran, dass beim NFB die Beschwerden bereits auf neuronaler Ebene therapiert werden. Es wird daher ganz gezielt direkt an den Funktionen gearbeitet, die auch die Beschwerden verursachen. Der grösste Teil des Organismus wird somit gar nicht belastet.

Welche Nebenwirkungen hat Neurofeedback? 
Die meisten Patienten verspüren keine Nebenwirkungen: Sie müssen sich allerdings im klaren sein, dass während der NFB-Sitzung das Gehirn stark gefordert ist. Es ist voller Eindrücke und erschöpft. Patienten stellten daher nach einer Therapiestunde oft grosse Müdigkeit fest. Häufig stellt sich auch Hunger ein. In der Anfangsphase einer NFB-Therapie kann es zudem in der Nacht nach der Therapiesitzung zu Einschlafproblemen kommen.
Bei einigen Störungsbildern wie zum Beispiel Panikattacken kann es zudem in der Anfangsphase zu einer Verstärkung der unerwünschten Symptome kommen. Der Aufbau der neuen positiven Strukturen und Verhalten verlangt am Anfang eine Destabilisierung des alten unerwünschten Verhaltens. Das kann in den ersten Stunden zu einer vorübergehenden Verstärkung der Symptome führen. Diese verschwinden aber im Verlauf der Therapie wieder.
Können Sie mir den Erfolg der Therapie garantieren?
Jeder menschliche Organismus ist und funktioniert individuell. Keine Therapie kann darum den Erfolg garantieren. Auch Neurofeedback nicht. Allerdings ist die Erfolgsquote sehr hoch. Etwa 4 von 5 Patienten sind nach der Behandlung beschwerdefrei oder konstatieren eine bedeutende Verringerung der Symptome und sprechen von einem enormen Gewinn an Lebensqualität.
Kann ich mit der Therapie aufhören, sobald die Besserung eintritt?
Besser nicht! Mit der Therapie werden im Gehirn die neuen Strukturen aufgebaut. Diese Konditionierung braucht 20 und mehr Therapiestunden über längere Zeit verteilt, bis unser Zentralnervensystem das neue Verhalten erworben und gefestigt hat. Einige Patienten berichten bereits nach einigen NFB-Stunden über Verbesserungen. In diesem Fall ist aber notwendig, die Therapie zu Ende führen, um eine Nachhaltigkeit zu erreichen.
Haben Sie etwas Geduld. Bedenken sie wie lange sie bereits mit diesen Beschwerden unterwegs sind
Ist die Wirksamkeit von Neurofeedback erwiesen?
Neurofeedback gibt es seit etwa 40 Jahren. Das moderne Verfahren wurde von einem Schulmediziner in den USA entdeckt und entwickelt. Daher gibt es auch in den Staaten die meisten und längsten Studien.

Im letzten Jahrzehnt sind aber im deutschprachigen Raum einige vielbeachtete Studien dazugekommen. Zunehmend empfehlen und verordnen auch in der Schweiz die Fachärzte und Allgemeinmediziner eine Neurofeedbacktherapie.
 
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